Strahlende Gesichter bei der Himmelswerkstatt in Forchheim

organisiert vom Fränkischen Tag, der folgendes schrieb:

von MICHAEL MEMMEL

Um kurz nach vier Uhr fließen ein paar dicke Tränen bei der FT-Himmelswerkstatt. "Ich will nicht in die Zeitung", schluchzt ein Mädchen im "Café am Kellerwald". Kein Problem: Bei der Aktion des Fränkischen Tags wird keiner vor die Kamera gezerrt und in die Zeitung gehoben, der es nicht will. Junior-Chef Jochen Meyer von "Brezen Meyer" ist gleich zur Stelle und tröstet mit einem Päckchen voller Plätzchen. Die Miene hellt sich auf. Und darum ging es schließlich bei der zwölften Himmelswerkstatt am Forchheimer Weihnachtsmarkt: um strahlende Kindergesichter.

Erstmals mit dabei war "Brezen Mayer" mit dem Plätzchen backen im "Café am Kellerwald". Dort trocknen die Tränen auch bald wieder, während sich Samira, eine andere junge Besucherin, von Senior-Chef Friedrich Meyer in die Geheimnisse des Honigkuchenteigs einweihen lässt. "Da ist Honig drin, Zucker, Sirup, Roggen- und Weizenmehl, Ammonium und noch sieben verschiedene Gewürze", erklärt er. Samira hat sich eine große Ausstechform in Form eines Mannes geschnappt und auf den schoko-braunen Teig gelegt. "Kräftig aufdrücken", sagt Meyer und legt selbst kurz Hand an. Rund 47 Jahre hat er Erfahrung in der Backstube. So gelingt auch die Figur sofort, und Samira legt sie behutsam auf ein Blech, auf das Hilfsengel Sara schon ihren Namen geschrieben hat. Jetzt streicht Jochen Meyer weiße Flüssigkeit darüber. "Das ist Milch - für den Glanz", sagt er. Nun ist Samiras Kreativität gefragt - auf Arme, Beine und Kopf drückt sie jeweils eine Mandel, dann wandert das Männchen in den Ofen.


"Gebacken ist er zehnmal besser"
Derweil erzählt Friedrich Meyer, dass dieser Honigkuchen "eigentlich früher der Lebkuchen war. Für uns Kinder gab es damals nichts anderes, aber heutzutage kennt man den gar nicht mehr so." Weihnachtsengel Laura kostet mal vom Teig, obwohl Meyer abrät: "Jetzt ist er zäh und klebrig. Gebacken ist er zehnmal besser." Aber Laura ist durchaus angetan: "Gut! Man schmeckt die ganzen Gewürze."


Auch in Erlangen durften unsere kleinen Gäste backen.

Hier einige Eindrücke: